DS-Unger-Frakturschrift

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Beschreibung

An dieser hellen und klaren Frakturschrift im Satzbild erfreuten sich bereits die deutschen Dichterfürsten Goethe und Schiller. So erschien auch die Erstausgabe von Goethes „Wilhelm Meister“ als Erstanwendung der Unger-Fraktur im Bleisatz. Eine leichte und offene Buchschrift, die leider inzwischen in Vergessenheit geraten ist. Sie erlebte nach dem Ersten Weltkrieg eine Wiedergeburt im Verlagswesen durch viele Klassikerausgaben. Welch großes Interesse an dieser Unger-Fraktur für den Verlagsdruck bestand, erkennt man allein an der Vielzahl der Schriftgießereien, die diese sehr gut gestaltete Frakturschrift in ihr Fertigungsprogramm aufgenommen hatten.

  • Entwerfer: Johann Friedrich Unger (August 1753 - 26.12.1804), Drucker, Stempelschneider, 1800 Professur für Holzschneidekunst
  • Entstehungszeit: 1794; Neuschnitte 1907 - 1915 durch J.Klinkhardt, als „Kabinett-Fraktur“ 1938 - 1939
  • Schriftgießerei: H. Bertold AG in Berlin, Julius Klinkhard in Leipzig, (Produktion von 1841 bis 1956), Schriftguss AG in Dresden, (Produktion von 1890 bis 1946), D. Stempel AG in Frankfurt/M., Otto Weisert in Stuttgart (Prod. v. 1861 bis 1939),
  • Schriftschnitte im Bleisatz: mager 6 - 60, halbfett 6 - 60, fett 10 - 60, licht 10 - 60, Zierbuchstaben mager 16 - 48 Punkt


Zusätzliche Produktinformationen

Schriftschnitte
— normal, — halbfett,